Donnerstag, 17. Oktober 2013
Woher kommt die These?
Wenn ich aufgrund meiner Persönlichkeit und meiner Lebensgeschichte in den Raum werfe:
"Die Menschheit besitzt eine gewisse Tendenz, evolvierende Systeme zu bilden. Daher ist auch die Abweichung und der Bedeutungsverlust mit ein Gesetz des Organismus."
Und einer reagiert:
"Ist das jetzt anthropologisch zu verstehen?"
"Ja, vielleicht. Kulturanthropologisch, vielleicht eher."
Wenn ich also durch meine Filter etwas erkenne, einen Abzug, eine Übersetzung mache und diese Schablone Anderen vors Gesicht halte, und da sagt eineR vielleicht: Ja stimmt, das passt. Dann habe ich ihmR ein neues Werkzeug zur Bearbeitung der Welt gegeben. Wann immer ersie es benützt, sieht ersie fortan durch eine feste Form meiner Vergangenheit. Inwiefern bin ich verantwortlich für die Tauglichkeit meiner These?
Dienstag, 15. Oktober 2013
Die eigentliche Erfindung des Individuums
Weißt du, was echt eine grausame Erkenntnis ist? Dass das Leben eine Sackgasse ist. Also schon auch wieder nicht, man hinterlässt ja etwas. Aber das persönliche Ego, das endet einfach... so oder so.
Mittwoch, 2. Oktober 2013
Es gibt nur eine Totale, und die sind wir alle.
"Weißt, wenn die Leut endlich mal aufhören würden, sich gegenseitig die Schädln einzuschlagen. Im echten Leben zumindest."
"Ja, wenn die Leut endlich aufhören würden, sich für die falschen Ziele die Schädln einzuschlagen."
"Na. Einfach garnicht die Schädln einschlagen."
"Für die falschen Ziele."
"Na. Einfach nicht."
"Nicht? Für garnichts?"
"Dann wär schon ein Stück gewonnen, wenn die Leut einsehen würden, dass man auf das Halbrund da aufpassen muss. Weil man's braucht. Und Respekt haben davor, dass in den anderen Hirnen auch was Wichtiges drin sein könnt. Egal, wer das ist und wie der von außen ausschaut."
Wer denkt, ist nicht wütend. - T.W. Adorno
Abonnieren
Kommentare (Atom)

